An Europa
Du ziehst mit leeren Händen
nach immer purpurenern Horizonten.
Im Widerschein deiner Feuersbrünste
glüht dir die Stirne noch einmal.
Immer gieriger verschluckt dich die Dämmerung
die deinem verfehlten Tage folgt.
Das Gras, das hinter dir aufsteht
tilgt deine Spur.
Nutzlos ist, was Du tust. Deine Pläne
ein Geschwätz,
die Stufen zu verkürzen,
die hinab in dein Grab führen, plapperndes Gerippe.
Tor um Tor erschließt dir schweigend die Nacht.
Ungehört verhallt deine Klage.
Europa!
Wie hast du die Gnade verspielt, die dir schien,
Wie hast du deinen Mittag vertan!
Die Sonne erhebt sich nun einem anderen Geschlecht,
das nicht dein Kind ist,
tote Mutter.
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